DIE BESCHÄFTIGUNG  
     
 

Weben                                                                                                                                                  

Dabei spielen wir mit Materialien, Mustern, Farben und Strukturen. Der Webvorgang beinhaltet soziale und therapeutische Elemente: Ausdauer, Konzentration, Geschicklichkeit; fein- und grobmotorische Bewegungsabläufe werden geübt. Gemeinsam müssen wir einen guten Rhythmus beim Weben finden und unsere Bewegungen koordinieren. Groß ist das Erfolgserlebnis, wenn ein Werkstück fertiggestellt ist und dem Auftraggeber überreicht werden kann.

     
  Stoffdruck

Mit Stoffmalfarben, Schablonen aus Plastikfolie und geeigneten Pinseln bedrucken wir diverse Stoffe. Die Betreuten wählen ihr Motiv aus, bestimmen die Farben und helfen bei der Weiterverarbeitung an der Nähmaschine. So können sie mitverfolgen, wie "ihr" Produkt entsteht. Je nach Behinderung werden Hilfsmittel hergestellt, welche die Arbeit erleichtern. Den Schwerstbehinderten wird eine Teilnahme durch Handführung ermöglicht. Als Endprodukt entstehen Gebrauchsgegenstände wie Taschen, Tischsets und anderes mehr. 

     
  Holzwerkstatt                                                                                            

Wir nutzen die Möglichkeit, für unsere spezifischen Bedürfnisse die verschiedensten Dinge herzustellen. Das kann eine simple Arbeitshilfe für eine/n Betreute/n, ein Geschicklichkeitsspiel oder ein Tablar sein. Für den Verkauf wird eher wenig produziert. Außer Holz bearbeiten wir aber auch andere Dinge. So ist z.B. das Papierschneiden beliebt, wobei die Arbeit auf mehrere Betreute aufgeteilt wird: alle müssen im richtigen Moment ihren Arbeitsschritt ausführen.

     
  Ton                                                                                                                                                                                                      

Im Umgang mit Ton und Keramik bedienen wir uns verschiedener Möglichkeiten: Ton kneten als reinen Prozess, Ton auswallen und zu einem Gegenstand formen, flüssige Keramik in eine Gipsform gießen... Die dabei entstehenden Objekte werden bemalt und später auch gebrannt. Den wohlverdienten Pausenkaffee schließlich trinken wir aus Tassen „création maison“...

     
   

Singen / Rhythmik                                                                                                                             Ein wichtiges Angebot der Beschäftigung sind die beliebten „Singrunden“. Hier wird gemeinsam nach Lust und Laune gesungen und musiziert. Wichtig ist nicht das Ergebnis, sondern die Freude am gemeinsamen Tun. Jede/r kann sich nach ihren/seinen Möglichkeiten einbringen. In der Rhythmik werden Körperbewusstsein, Konzentration und das Wahrnehmen gefördert. Dabei schulen wir unsere Sinne (hören – tasten – riechen – schmecken – sehen) auf spielerische Weise mit verschiedensten Mitteln.

 

     
  Malen                                                                                                             

Die Auswahl der Malmaterialien (Gouache, Farbstift, Kreide) ist ebenso frei wie ein allfälliges Motiv. In guten Momenten versinken die MalerInnen in ihre Arbeit, vergessen die Umgebung für einen Augenblick, sind ganz im Prozess drin. Oder aber sie malen wild drauflos und verfallen nebenher in reges Geplauder... Eingriffe in den Malprozess geschehen bisweilen indirekt und mit Zurückhaltung (z.B. einen Farbwechsel vorschlagen, leise Musik auflegen) mit dem Ziel, den Malfluss in Gang zu halten. Die aussagekräftigsten Bilder werden im Haus ausgestellt.

     
  Lesen /Schreiben                                                                                                                                                                                                    

Mit einfachen und spielerischen Lernmethoden versuchen wir, die Fähigkeiten der Betreuten zu fördern und/oder zu erhalten. Dies z.B. mit Hilfe von Bildergeschichten (Verständnis für Abläufe und ihre verbale Formulierung), oder Lesepuzzles, Abschreibeübungen bis hin zu einfachsten Rechenaufgaben.

     
   

Bewegung                                                                                   

Diese findet in Gruppen und als Einzelbetreuung statt. Sie wird mit der Physiotherapeutin koordiniert. Als Ziele möchten wir die Beweglichkeit erhalten und fördern sowie Muskulatur und Kreislauf unterstützen. Außerdem ist uns die Wahrnehmung des eigenen Körpers ein Anliegen. Der/die Betreute soll sich entspannen und wohlfühlen können. Dies versuchen wir mittels Turnübungen, Körpermassage sowie Spielen zu erreichen. Oder wir laufen gemeinsam, wenn nötig mit Hilfsmitteln (Eulenburger, Riftonwalker). Hometrainer und elektrisches Velo können wir dabei ebenso einsetzen wie Spezialvelos für draußen.

 

     
  Snoezelen                                                                                                                                                             

Ein holländisches Kunstwort aus den Begriffen „schnuppern“ und „dösen“. Snoezelen wurde als Freizeitangebot für Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung entwickelt. Es wird auch in der Geriatrie, Psychiatrie oder bei Chronischkranken eingesetzt.In unseren beiden Räumen können wir z.B. in sanftem Lichtspiel und in ruhiger Atmosphäre schaukeln, auf dem großen Wasserbett liegen, zwischen den Blubbersäulen verweilen, der leise klingenden Musik lauschen, das Lichtspiel in der Spiegelecke verfolgen, auf dem mit weichen Matten ausgelegten Boden robben und rollen, im Bällchenbad liegen oder herumtollen, mit bunten Farben und Formen spielen, das farbige Licht beobachten, die fluoreszierenden Lichtfäden auf uns wirken lassen ......                                                                                                                                                                         

Das Leitprinzip im Snoezelen: alles ist erlaubt, nichts muss gemacht werden!

     
  Monochord                                                                                                                     

Das Monochord ist ein neu entwickeltes Instrument, eine Art Klangbett, auf dem der behinderte Mensch liegt. Der Instrumentenkörper ist mit 55 Saiten bespannt. Diese sind je zur Hälfte auf einen tiefen Grundton (Somaton) und die Quinte (Auraton) gestimmt. Werden die Saiten gespielt, übertragen sich die Tonschwingungen auf den Körper. Gleichzeitig erklingen neben dem gespielten Grundton verschiedene Obertöne, so dass eine warme, tragende Melodie entsteht. Die Behandlung auf dem Monochord bewirkt eine tiefe Entspannung. Unterstützend kann mit Massage und Berührung gearbeitet werden.

     
  Im Weiteren                                                                                                                                              

Obige Aufzählung erfasst lediglich die wichtigsten Bereiche der Beschäftigung. Weitere Angebote sind zurzeit: Papierschöpfen, Dekogruppe, Drucken, Jahreszeiten, Backen, Garten, Geografie, Kino (in unserem Saal), Ausflugsgruppe, therapeutisches Reiten und Schwimmen.                                                                                 

Die Zuteilung zu diesem Angebot erfolgt unter Berücksichtigung der Wünsche des/der Betreuten (sofern zur Äußerung fähig) und der Empfehlungen der MitarbeiterInnen des Beschäftigungs- und Wohnbereiches .

     
 

Text: Beschäftigungsteam